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Wagner, Joachim
Joachim Wagner ist Fraktionsvorsitzender der CDU Stormarn und Wirtschaftswissenschaftler.
Joachim Wagner, geboren 1955 in Hamburg, ist seit Jahrzehnten eine prägende Figur in der Kommunal- und Landespolitik Schleswig-Holsteins, insbesondere im Kreis Stormarn. Er beschreibt sich als Nachkriegskind, das seine Kindheit in Hamburg verbrachte. Frühe Erinnerungen sind geprägt von Spielen auf Trümmern und der Flutkatastrophe 1962. Seine Schulzeit am Kirchenbaugymnasium war geprägt von konservativen Werten, wobei er als Klassensprecher und Mitglied der Schülermitverantwortung bereits früh politisches Engagement zeigte. Wirtschaftswissenschaften studierte Joachim Wagner an der Helmut-SchmidtUniversität, die er als bereichernd und kameradschaftlich beschreibt. Während der Bundeswehrzeit absolvierte er die Offiziersausbildung und leitete später eine Kompanie mit 200 Soldaten, was Disziplin, Verantwortung und Kameradschaft prägte. Seine militärische Laufbahn hat ihn in Führungs- und Verantwortungsbereitschaft geschult. Joachim Wagner trat 1983 in die CDU ein, unteranderem motiviert durch die Anziehungskraft von Politikern wie Franz Josef Strauß (Wertschätzung für dessen direkte Rhetorik und klare Haltung). Obwohl er ursprünglich die CSU favorisierte, entschied er sich wegen der geografischen Entfernung und der politischen Entwicklungen für den Beitritt zur CDU. Er beschreibt sich als konservativen Menschen, der Wert auf Pflichtbewusstsein, westliche Orientierung (insbesondere Bündnis mit den USA) und Atomkraft legt. Wagner begann im Ortsverband Lokstedt, zog später aber nach Oststeinbek, wo er 1989 zum Ortsvorsitzenden ernannt wurde. Besonders betont er die Bedeutung der Frauenförderung, die damals noch schwierig war, aber durch persönliche Ansprache und Engagement gelang.
Seit 1994 ist Joachim Wagner Kreistagsabgeordneter, später Vorsitzender der CDUKreistagsfraktion. Er hebt die Bedeutung wirtschaftlicher und finanzieller Themen hervor, insbesondere den Verkauf des Kreiskrankenhauses 2002, die Gründung der Abfallwirtschaftsgesellschaft (ABS) und Fusionen wie die der Sparkassen Stormarn und Ostholstein sowie die Gründung des IT-Verbundes Stormarn (ITV). Seine Schwerpunkte liegen auf solider Finanzpolitik, Schuldenfreiheit seit 2018 und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung. Er beschreibt die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen als konstruktiv, was maßgeblich zum Erfolg der Kreisfinanzen beiträgt. Von 2002 bis 2005 war Joachim Wagner kurzzeitig Landtagsabgeordneter, was er als kurze, lernintensive Episode beschreibt. Wagner legt großen Wert auf Verlässlichkeit und Handschlagqualität. Er kritisiert die gesellschaftliche Entwicklung, die er vor allem in der Flüchtlingspolitik, Migration, Sicherheit und innerer Ordnung sieht. Besonders kritisiert er die mangelnde Durchsetzung von Grenzkontrollen und Asylverfahren auf europäischer Ebene und warnt vor dem Erstarken extremistischer Parteien wie der AFD, die er auf die Unfähigkeit der etablierten Parteien zurückführt, die Probleme zu lösen. Trotz des hohen Engagements sieht Joachim Wagner die Grenzen seiner politischen Karriere vor dem Hintergrund seines Alters. Er plant, noch eine Wahlperiode aktiv zu bleiben, setzt aber auf die Nachfolge jüngerer Generationen. Seine Motivation ist die Arbeit für den Kreis Stormarn, den er als großartig empfindet.
Länge: 105''48'
